Anschlag auf Deutschland mit Peter Neumann

Selten so viel Blödsinn gehört: .. weiß nicht wer für Abschuss von Drohnen überhaupt zuständig ist..
Wenn man einen Flughafen gegen kleine, ggfs. sogar autonom fliegende Drohnen 24/7/365 schützen will, kann es sich aufgrund der verbleibenden nur minimalen Reaktionszeit nur um festinstallierte automatische Systeme handeln, die Drohnen bereits am Rand des Flughafens detektieren und direkt am Rand des Flughafens automatisch herunterholen.

Wenn man Nebeneffekte wie FOD (Trümmerteile), Kollateralschäden und HF-Störungen an ziviler Infrastruktur vollständig ausklammert, existieren im militärischen und hochsicherheitsrelevanten Bereich vollautomatische Abwehrsysteme, die genau dieses Szenario zuverlässig verhindern.

Eine Systemarchitektur, die ein Vordringen auf das Vorfeld/an ein Flugzeug automatisiert unterbindet, besteht aus drei Schichten:

1. Lückenlose 3D-Nahbereichserfassung (Bodennah)

Standard-Flughafenradare sind für den Luftraum optimiert und haben oft einen blinden Fleck für extrem tieffliegende oder am Boden rollende Kleinstobjekte.

3D-Mikro-Radar & Doppler-Sensoren: Radare wie das Echodyne EchoGuard oder Hensoldt Spexer erfassen selbst kleinstmögliche FPV- und Mikrodrohnen ab 0 Metern über Grund, auch wenn diese keinen Funk ausgeben (autonome Drohnen).

Flächendeckendes KI-Optiknetz: Am Vorfeld und am Zaun montierte Wärmebild- und optische Kameras mit KI-Bildverarbeitung erkennen ein Ziel innerhalb von Sekundenbruchteilen und senden die genauen Zielkoordinaten an die Abfangeinheiten.

2. Hard-Kill Effektoren (Sofortige Zerstörung/Neutralisierung)

Um eine Drohne vor dem Erreichen des Vorfelds oder eines parkenden Flugzeugs aufzuhalten, kommen im militärischen Bereich automatische Hochenergie- und Impulssysteme zum Einsatz:

A. High-Power Microwave (HPM – Gerichtete Mikrowelle)

Systembeispiele: Epirus Leonidas, Raytheon THOR.

Funktionsweise: Das System strahlt einen hochintensiven elektromagnetischen Impuls (EMP) in Richtung der Zielkoordinaten ab.

Wirkung im Leipzig-Szenario: Es zerstört die Boardelektronik, Steuerplatinen und Zündmechanismen der Drohne augenblicklich auf Distanz – völlig unabhängig davon, ob die Drohne per Funk, GPS oder autonom gesteuert wird.

B. Hochenergielaser (HEL - High Energy Laser)

Systembeispiele: Rheinmetall Laser Weapon System, MBDA C-UAS Laser.

Funktionsweise: Ein automatischer Laser brennt innerhalb von 1–3 Sekunden die Rotoren, die Akkuzellen oder die Aufhängung der Nutzlast durch.

Wirkung: Die Drohne stürzt noch vor dem Zielbereich ab, ohne dass Geschosse oder großflächige Querschläger entstehen.

C. Autonome Abfang-Drohnen („Drone-in-a-Box“)

Systembeispiele: Anduril Anvil, Fortem DroneHunter.

Funktionsweise: An den Rändern des Geländes stehen automatische Abschussstationen. Bei Zielerfassung startet innerhalb von 2 Sekunden eine Abfangdrohne.

Wirkung: Das System rammt die gegnerische Drohne mit hoher Geschwindigkeit (Kamikaze-Kinetic-Kill) oder feuert im Vorbeiflug ein Fangnetz ab, bevor diese das Vorfeld erreicht.

3. Vollautomatische Flugfeld-Sperrzonen (RF-Shield)

Für den Nahbereich um parkende Hochwert-Ziele (wie die Antonov in Leipzig) lassen sich lokale, permanente Störzonen einrichten:

Lokalisiertes Jamming & Spoofing: Hochfrequenz-Strahler legen in einem engen Radius um das Flugzeug alle Steuer- und Navigationsfrequenzen (2,4 GHz, 5,8 GHz, GPS/GLONASS) taub. Eine kommerzielle FPV- oder Standarddrohne verliert beim Einfügen in diesen Perimeter sofort die Steuerung.

Zusammenfassung

Das Leipziger Szenario – eine Drohne landet unbemerkt am Vorfeld – lässt sich durch die Kombination aus 3D-Mikro-Radar + High-Power-Microwave (HPM) oder kinetischen Abfang-Drohnen technisch automatisiert ausschließen.

Dass solche Systeme an zivilen Frachtdrehkreuzen wie Leipzig bisher nicht vollautomatisch im Dauerbetrieb laufen, liegt rein an den rechtlichen Rahmenbedingungen und der Akzeptanz für Kollateralrisiken (EMP-Schäden an Flughafen-Lkw, Fehlschüsse bei Vögeln) – nicht an der technischen Machbarkeit.

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