Auszug aus einem Interview mit Neurowissenschaftler Manfred Spitzer in der SonntagsZeitung (Schweiz) vom 13.09.26:
„…
In Lehrerkreisen wird kritisiert,
dass die Digitalisierung in den Schulen unkontrolliert vor sich hin wuchert, weil alle es cool finden, zu digitalisieren.
Die Militärakademie in Westpoint hat mit 750 Studenten untersucht, wie sich das auswirkt. Die 50 vorhandenen Klassen wurden per Zufall aufgeteilt: Ein Drittel der etwa 17-jährigen Schüler bekamen Tablets, ein weiteres Drittel Tablets und einen Computer, der Rest gar nichts.
Dann hat man ein Jahr Unterricht gemacht und anschließend die Entwicklung der Noten in ihren Klausuren angeschaut.
Das Ergebnis?
Die Schülerinnen und Schüler ohne Computer schnitten deutlich besser ab-
In Deutschland läuft es anders:
Die Bundesregierung hat kürzlich erklärt, dass sie wieder Milliarden für die Digitalisierung von Schulen ausgeben will.
Das ist einfach nur noch ein Skandal und grenzenlose Dummheit. Während es andere Länder richtig machen, handelt man nach dem Motto: Wir machen es jetzt noch einmal richtig falsch. Damit opfern wir die Bildung und die Gesundheit der nächsten Generation den Profitinteressen großer amerikanischer Firmen. Das ist unverantwortlich.
…“
ich frage mich weshalb Deutschland diesen Weg geht und Milliarden ausgibt. Andere Länder sind wesentlich weiter und ziehen die Lehren aus den Studien.
Wäre m.E. ein spannendes Thema für einen Podcast mit Herrn Spitzer und/oder der Bildungsministerin.
Grüsse aus der Schweiz und ein grosses Dankeschön für die vielen tollen Podcasts!