Podcast mit Christoph Werner

Sehr empfehlenswert! Viele wahre Worte und Aussagen. Und - etwas Kritik in Richtung Team und Redaktion - man sollte die Stimmen aus der Wirtschaft mehr einstreuen in die ansonsten m.E. einseitige Auswahl von Podcast-Teilnehmern in aller erster Linie unter Kollegen, Politikern, Wissenschaftlern usw. (Einfach mal die Liste der letzten Podcasts durchscrollen.) Insbesondere wenn man selbst, so wie es scheint, die wirtschaftlichen Probleme im Land für nicht ganz unwichtig hält.

Ansonsten möchte ich nur etwas ergänzen (bzw. hervorheben, was ich meine, bei Christoph Werner rausgehört zu haben): Die Parteien gerade der Mitte sollten sich fragen, wie sie die genannten Herausforderungen gemeinsam lösen können, über Partei- und Regierungsgrenzen hinweg. Denn die Regierung hat erkennbar nicht die nötige Kraft, um das allein zu schaffen. Und die nächste vermutlich noch weniger. Und es berührt auch so grundlegende Fragen, die man nur im parteiübergreifenden Konsens lösen kann und muss. Sonst wird das nichts. Das ist vielleicht noch eine eher praktische Sicht auf das, was Christoph Werner richtig beschrieben und mit Vorschlägen untermauert hat. Das gilt auch, wie man die wirtschaftlichen Probleme adressieren kann. Die selbsternannte Mitte sollte nämlich erkennen, dass sie insgesamt schrumpft und keiner wirklich gewinnt an dieser Situation, wenn sie anhält bzw. wir immer weiter abgehängt werden. Grad schön zu sehen in MVP, wo Schwesig nur auf Kosten der anderen Mitte/Links-Parteien zugewinnt, aber gegenüber 2021 die Mitte (mit oder ohne Linke) in Summe deutlich geschrumpft ist.