Podcast „Unsere Politiker haben ein riesiges Problem“

Vielen Dank für diese wie gewohnt großartige Folge. Interessant auch der O-Ton. Die Dame, die sagte „Die sagen die machen das und dann machen die das auch“ hat da durchaus einen Punkt gelandet - wenn man sich die Situation in Ländern anschaut, die schon ein paar Schritte weiter sind als wir. Aber was wurde dadurch erreicht? Mit der Pauschalaussage, dass überbordende Bürokratie ein Hemmschuh ist, kann man, glaube ich, lagerübergreifend alle gewinnen. Wie hat sich die Kettensäge ausgewirkt? Kann man schon Kosten und Nutzen gegenüberstellen?

Thema Debattenkultur in Schulen. Finde ich gut. Dann aber bitte auch mit lösungsorientiertem Ansatz, damit wir nicht weiter in Grabenkämpfen und Machtspielchen verharren.

Könnte es nicht auch sein, dass wir weniger ein Politiker- als ein Wähler-/Bürgerproblem haben? Anstatt aus für mich schwer nachvollziehbaren Gründen Parteien an den linken oder rechten Rändern zu wählen, warum nicht einer Partei der Mitte beitreten und dort durch konstruktives Mitwirken den Staat und unsere Gesellschaft so mitgestalten, wie es den Grundsätzen und Anliegen unseres Grundgesetzes entspricht?

Das Prinzip „beleidigte Leberwurst – die da oben können nichts, oder der Merz ist schuld“ ausgerechnet bei einem derart wichtigen Bürgerrecht wie dem Wahlrecht anzuwenden, entzieht sich für mich jeglicher Vernunft.

Es gibt da einen Haken. Politiker kann man bei der nächsten Wahl austauschen, Wähler hingegen… Mag schon sein, dass wir alle durch viele Jahre Frieden, Demokratie und Wohlstand ein bisschen träge geworden sind. Umso wichtiger, dass jetzt jeder die Möglichkeit bekommt im Kleinen etwas zu bewirken. Die Probleme der Bundes- und Weltpolitik werden einen langen Atem erfordern.