Florian Hager hat mich positiv überrascht. Allein: Die notwendigen Reformen des ÖRR dürften aus strukturellen Gründen ausgeschlossen bleiben.
Zwei Anmerkungen für Paul - from good to great:
Zahlen, Zahlen, Zahlen: Es wäre wichtig gewesen, auf quantitativer Basis zu diskutieren. Konkret: worauf entfallen die ~10 Mrd. funktional? Was ist davon Personal, Infrastruktur, externe Produktionen - und vor allem: Pensionen? So Florian sich billig rausreden mit: wir sind wichtig für die Demokratie, darum bleibt das so. Generell würde ich mir immer ein tiefes Challengen auf Zahlenbasis wünschen.
Disclaimer: Generell fände ich es gut, wenn Du genau erklärst, wie/woher/wie lange Du Gäste kennst. Nur der Hinweis, dass ihr euch kennt und deshalb beim „Du“ seid, finde ich etwas dünn.
Danke für das Interview, mir fehlten zwei Themenkreise. 1.) Wieviel von den 10 Mrd. Euro gehen alleine für Rentenzahlungen (Altlasten) bei ÖRR drauf . 2.) Werde z.B. ganze Sendeformate (z.B. FUNK) infrage gestellt und was würde zur Auflösung führen. Das Thema wird uns weiter beschäftigen. Markus
So sehr ich den Podcast und die Mehrzahl seiner Gäste schätze… was war das für ein Gestammel und Gewürge von Herrn Hager. Viel Aah und Ähh und Ohhh, ein Intendant der ARD müsste meines Erachtens etwas souveräner und streitfester auftreten. Nicht eben ein Werbeauftritt des ÖRR.
Ich kann dieses Feedback nur unterstreichen und erweitern. In meiner Wahrnehmung war das der schlechteste Podcast, denn ich je von Paul Ronzheimer je gehört habe. Und ich höre mir fast jeden an! Das sonst übliche hohe Niveau des Podcasts wurde völlig verfehlt. An Pauls Adresse: Aus meiner Sicht passte der Titel „Was die Deutschen so wütend macht“ überhaupt nicht zum Inhalt, denn diesen habe ich Diskussion um die Öffentlich rechtlichen Rundfunksender verstanden, hinsichtlich ihrer Wahrnehmung, ihres Auftrags, ihrer Existenzberechtigung usw. Den Podcast zu hören war Qual für meine Ohren und das lag ausschließlich am Gast, Herrn Florian Hager. Herr Hager war nicht in der Lage auch nur einen Satz ohne zahlreiche „ähms“ und „ähs“ zu formulieren. Das war ein unerträgliches Gestammel. Wie kann ein Mann mit so geringer Kommunikationskompetenz Chef des ARDs sein?? Dringende Empfehlung an Herrn Hager: Besuchen Sie ein Kommunikations- und Präsentationstraining.
Sein Problembewusstsein hat mich positiv überrascht, weil ich gedacht hätte, es gibt gar keins. Rhetorisch war der Auftritt schwach. Wäre mir aber egal, wenn er die richtigen Reformen umsetzen würde
Deutschland leistet sich die größte öffentliche Rundfunkanstalt der Welt. Aber anstatt sich jetzt als Erstes darüber Gedanken zu machen, wie man möglichst schnell möglichst viele Menschen auf die Straße setzen kann, wäre es besser zu überlegen, wie man die vorhandenen Ressourcen gegen antidemokratische Tendenzen effektiv einsetzen kann. Jetzt rede ich nicht von einem ‚weiter so‘ , sondern einer stärkeren Bündelung der Kräfte und von neuen Wegen, um auch wieder jene zu erreichen, die sich vom ÖRR schon verabschiedet haben. Das wird nicht einfach und um dieses Ziel zu erreichen, könnte man auch Satzung und Verträge noch mal auf den Prüfstand stellen. - Es bleibt nicht viel Zeit für die nötigen Reformen. Ich wünsche den Entscheidungsträgern Weitblick und Durchsetzungskraft.