Podcast mit Jan Josef Liefers

Mich wundert schon lange sehr, so auch wieder im Podcast mit Jan Josef Liefers, wieso nie hinterfragt wird, in dem Fall von Ihnen, Herr Ronzheimer, wer hier eigentlich jemals zum Gendern „gezwungen“ wurde. Das ist in Wahrheit doch nie passiert. Umgekehrt stören sich viele am Gendern, wissen aber auf Nachfrage eigentlich nicht, worum es dabei geht und machen sich über die, die es tun lustig. Gendert einfach nicht und lasst aber doch Leute, die das richtig finden, einfach in Ruhe! Und tut nicht so, als wärt Ihr Opfer von irgendeiner „Genderpolizei“ geworden und hättet jetzt das Recht „Euch endlich zu wehren“. Was für ein Bullshit!

Auch irgendwelche queeren Abkürzungen muss doch niemand kennen. Was soll dieses Lächerlichmachen von Gruppen, die nachweislich von mehr Gewalt und Benachteiligung betroffen sind als die Leute, die sich über Buchstabenfolgen lustig machen müssen, weil sie eben nicht von echten Nachteilen betroffen sind, sondern sich hier irgendwie in ihrer Freiheit oder was auch immer beschränkt fühlen. Auch hier herzlich willkommen beim Bullshit-Bingo!

Schade auch, Herr Ronzheimer, dass Sie diese Dinge nicht kritisch hinterfragen.

Zum Thema Corona (wie auch immer ausgelutscht das ist, ist es ja nun im Podcast mal wieder Thema gewesen): Deutschland hat ja irgendwas vollkommen richtig gemacht, wenn unsere Todeszahlen niedrig geblieben sind. Anders als in anderen Ländern. Auch hier stört mich wirklich dieses Gejammere, was einem hier zugemutet wurde. In Wahrheit war es auch hier so, dass sich die Rücksichtsloseren immer lauter und aggressiver verhalten haben und dadurch immer mehr Öffentlichkeit bekommen. Schade Liefers!

Hallo Paul, offensichtlich willst du demnächst nicht nur über, sondern mit der AfD reden. Was sicher viele Hörer interessiert, ist die angedachte Umsetzung ihres Wahlprogrammes (Sozial- und Europapolitik, Verhältnis zu USA und Russland, Asyl- und Fachkräfteeinwanderung etc. etc.) um nur einige zu nennen. Vielleicht erliegst du ja nicht dem Reflex aller anderen Medien, nur über Hitler, Nazis, Weimarer Republik, gesichert rechtsextrem etc. etc. zu sprechen. Das hören die Menschen stündlich auf allen Kanälen und es hat bisher niemanden weitergebracht.

Corona: Liefers gehört zu den wenigen, mit denen man drüber reden kann. Der nicht schwurbelt. Vieles war ja auch übel bis absurd. In Düsseldorf gab es Bußgelder, wenn Du dich auf eine öffentliche Bank gesetzt hast.

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Tolles Gespräch mit JJL! Gerne mehr davon. Mir gefällt es sehr, wie er die Dinge auch mal anders betrachtet und für mehr Freiheit der Gedanken wirbt

…wer hier eigentlich jemals zum Gendern „gezwungen“ wurde. Das ist in Wahrheit doch nie passiert. Umgekehrt stören sich viele am Gendern, wissen aber auf Nachfrage eigentlich nicht, worum es dabei geht und machen sich über die, die es tun lustig. Gendert einfach nicht und lasst aber doch Leute, die das richtig finden, einfach in Ruhe!

Das sehe ich anders, Christina. Ich wurde tatsächlich zum Gendern gezwungen. Wer im öffentlichen Dienst arbeitet, muss sich an Sprachregelungen halten.

Zudem ist Sprache nicht etwas, was jeder machen kann, wie er will. Sprache dient der Kommunikation und hat daher immer Sender und Empfänger. Als Empfänger (z.B. von ÖRR) muss ich mir das anhören, was grammatikalisch fürchterlich ist. Das stört mich und hindert mich, mich inhaltlich mit Themen zu beschäftigen, die mich interessieren. Es lenkt ab.

Rechtschreibregeln und Grammatik sind keine Sache, die jeder machen kann, wie er will. Genau wie mit Kleidung. Alles, was man nach außen tut, hat eine Wirkung auf den Empfänger.

Ich kann nur sagen, dass die Wirkung auf mich ist: da ist jemand aktivistisch unterwegs und will irgendwelche identitätspolitische Dinge mit Sprache durchsetzen, sogar in völlig sachfremdem Kontext. Ich nehme das als eine sehr arrogante Haltung war, die ein Nischenthema so wichtig nimmt, dass selbst in einer Diskussion um Fußball man das einbringen will. Ich nehme solche Leute als in einer Blase gefangen war. Mich stört das.

Genauso stört mich auch, wenn jemand Dialekt redet. Kann man machen auf dem Dorffest, aber wer das in einer Talkshow macht, zeigt für mich die Arroganz, anderen seinen Dialekt aufzuzwingen.

Sprache sollte als Mittel genutzt werden, Sachinformationen zu übertragen, keine politische Agenda

Podcast mit Liefers – na, dachte ich, hörst du mal rein, was der Volksschauspieler so zum Besten gibt.

Und das fing dann überraschend gut an. Sollte Herr Liefers doch ein bisschen am Alter gewachsen sein und die Welt inzwischen differenzierter und faktenbasierter betrachten? Das Übersteuern von links und grün – ja, dem kann man durchaus etwas abgewinnen. Ich war überrascht.

Doch dann waberte wieder die alte Leier hoch: DDR hier, DDR da, Sprechverbot, Systemmedien, der Mensch sei die Ursache und nicht das System. Genau, ganz klar: Diktatur versus Demokratie – ist ja scheißegal …

Da habe ich dann schnell bei Minute 32 die Stopptaste gedrückt. Normalerweise höre ich mir gerne auch Meinungen an, die nicht meiner eigenen entsprechen. Aber meine Podcastliste war noch voll, da blieb diesmal keine Zeit für seichtes Geschwurbel. Dann lieber, wie geplant, mal beim Ronzheimer anmelden. :slight_smile:

Ich höre sicher 80 % aller Ronzheimer-Podcasts. Gute Gäste, breites Spektrum, guter Journalismus – 10 von 10 Punkten.

Danke, Herr Ronzheimer!

Das schreibt jemand, der selbst nicht ganz sattelfest ist in der Grammatik. Siehe nächster Satz. Und wenn Sie Dialekt stört, dann sind Sie vielleicht nicht so interessiert an authentischen Menschen, sondern wollen nach fragwürdigen Maßstäben Regeln aufstellen. Sind Äußerlichkeiten wirklich so wichtig im Vergleich zu Inhalten?

Ich finde, Christina trifft mit ihrem Kommentar den Nagel auf den Kopf. Sehr enttäuschend und nicht wirklich kompetent, was Liefers hier von sich gegeben hat.

Lieber Paul, bitte bitte bitte tue dir und deinen Hörern einen Gefallen und Interview nicht mehr Leute wie Jan Josef Liefers oder andere Schauspieler. Denen zuzuhören ist ja wirklich unerträglich substanzlos, wie Zähne ziehen und hat null Mehrwert. Dieses herumlavieren um Themen, weil sie nicht eloquent genug sind oder nicht integer genug, weil sie sich zu wenig mit den Themen auskennen und dann von 1 Sekunde zur anderen, in Sätzen widersprechen. Also ganz ganz schlimm , das hat nichts mit Qualitätsjournalismus zu tun.

Beste grüsse

Michél Claessens-Frühauf

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