Eine absolut lohnende Folge.
Endlich spricht jemand Wahrheiten aus, die eigentlich jeder ahnt: Deutschland pennt auch in Bezug auf die Ukraine weiter und versucht es weiter einfach alles mit viel Geld zuzuschütten. Und Deutschland schafft es nicht eigene Interessen durchzusetzen, weder in der Ukraine noch gegenüber anderen europäischen Ländern.
Typischer Fall von aufgeblasener Kritik um der Kritik willen.
Im Krieg ist es völlig normal und richtig, dass man nicht jede einzelne Waffenlieferung detailliert öffentlich macht. Dass Haushaltspolitiker, auch aus der SPD, trotzdem so tun, als würde man ihnen alles vorenthalten, ist vor allem billiges Machtgehabe. Sie wollen einfach mehr Einfluss zurück ins Parlament holen, statt dass der Kanzler und das Ministerium entscheiden.
Dabei gibt es die Geheimschutzstelle im Bundestag genau dafür. Wenn die nicht reicht, dann nicht weil etwas verheimlicht wird, sondern weil sie es sich bequemer machen wollen.
Und dann dieser Widerspruch: Die Ukrainer sollen mehr Mitsprache bekommen, aber gleichzeitig soll das Parlament besser informiert werden? Das passt doch hinten und vorne nicht zusammen.
Am ärgerlichsten ist, dass kein einziger konkreter Fall von Verschwendung oder falscher Beschaffung genannt wird. Am Ende ist die Kritik „zu wenig Transparenz“ obwohl gleichzeitig zugestanden wird, dass im Krieg Geheimhaltung wichtig ist. Das ist keine echte haushaltspolitische Kritik. Aus der Frustration einiger Beteiligter wird hier ein Skandal konstruiert.
Was Sie beklagen (die überbordende Einschaltung von Parlamentariern in viel zu viele normale Beschaffungsprozesse der Bw) erhält meine volle Zustimmung.
Ihre Erwiderung geht aber am Inhalt des Podcasts vorbei, finde ich.