Podcast mit Manfred Lütz

Lieber Paul,

vielen Dank für die neue Folge Deines Podcasts, den ich sehr gern höre. Vielen Dank auch für die Möglichkeit, Dich hier direkt zu erreichen.

Die heutige Podcast-Folge hat mich ausnahmsweise nicht überzeugen können. Leider verharrte die Diskussion auf der Meta-Ebene. Nur auf dieser Meta-Ebene über die AfD zu sprechen, war zwar 2016 schon irreführend, aber damals immerhin noch verbreitet und vertretbar. Heute sollten wir darüber wirklich hinaus sein. (Man stelle sich diese Pathologisierung mal bei Wählern anderer Parteien vor…)

Die Wähler wählen die AfD, weil sie AfD-Politik möchten. SPD-Wähler wählen die SPD, weil sie sozialdemokratische Politik wollen - usw.

Erhellend wäre es, wenn Du mit künftigen Gästen konkrete politische Forderungen der AfD sachlich diskutieren könntest. Was kann überzeugen, was nicht - und warum? Was ist umsetzbar und was nicht? Welche Voraussetzungen müssten vorliegen, damit bestimmte Forderungen umgesetzt werden können? Was spricht für und wider den Eintritt dieser Voraussetzungen?

Vielen Dank für die tolle Arbeit an Dich und Dein Team!

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Ganz interessante Folge, die sich die CDU hoffentlich anhört.

Nur wird Merz & Konsorten weiterhin der Mut fehlen. So bleibt nur weiterhin die Hoffnung, dass die AfD - obgleich zu eigenen Reformen selbst unfähig (Rüstungswirtschaft zwecks Remigration..:roll_eyes::see_no_evil_monkey:) - dennoch der Antreiber der UNION zur Umsetzung wichtiger Erneuerungen bleibt.

Eigentlich schlimm, dass das notwendig ist. :man_shrugging:

…Die Wähler wählen die AfD, weil sie AfD-Politik möchten…
In diesem Teilsatz sehe ich die Basis des Übels:

  • AfD macht keine Politik, sie machen Propaganda fuer DDR, Putin und gegen EU, NATO
  • AfD Wähler fehlt die politische Bildung das zu erkennen.

Es mag für einen Teil der AfD-Wähler stimmen, dass sie die AfD wegen Öl/ Gas, Russlandneigung, Egoismus wählen.

Ein anderer, ich behaupte größerer Teil, wählt die AfD aus Notwehr. Notwehr, weil die anderen Parteien Themen nicht adressieren: Echte Bekämpfung der Migration, echte zigtausendfache Ausschaffung unberechtigt hier lebender Fremder, Wegsperren und schnelle Ausschaffung von islamistischen/ migrantischen Gefährdern, Neuorientierung der Integrationspolitik entlang erfolgreichen skandinavischen Modellen, echter Rückschnitt des alles zuwuchernden Staates mit u.a. Begrenzung oder Abschaffung des Beamtentums, ideologiefreie Beurteilung der Energiefrage, Neubewertung der Entwicklungshilfe und klare Vergabe entlang deutscher Interessen und nicht entlang irgendwelcher Ideologien, Rückschnitt der staatlichen NGO-Förderung auf das absolut unerlässliche Maß, Rückschnitt auch ggfs. streitiger Rückschnitt der EU-Bürokratie und ggfs. streitige Forderung nach Demokratisierung der EU, Abschaffung jeglicher staatlicher Bürgerbelehrung wie z.B. Gendersprache.

Ich bilde mir nicht ein, dass die AfD in allen Themen professionell genug ist, um diese Themen bearbeiten zu können. Aber es reicht mir aus durch massenhafte Wahl der AfD den etablierten Parteien so viel Existanzangst zu machen, dass sie sich vielleicht dieser Dinge annehmen.

Und ganz im Ernst, wenn dabei was schiefgeht, dann sei‘s drum, denn mit dem derzeitigen Weg löst sich das von mir gewünschte Deutschland ersichtlich ganz sicher auf.

Ich kann Ihre Schilderung im Großen und Ganzen verstehen, aber nicht die daraus resultierende Aktion. Wenn ich bestimmte politische Veränderungen will, dann entzieht es sich für mich jeder Logik, dafür zunächst möglichst viele Stimmen einer rechtsradikalen Partei zu geben, anstatt einer Partei, die auf der Basis des GG steht, genau diese Mehrheit zu verschaffen und damit die Nachteile der vielen Koalitionen der letzten Jahre anzugehen.

„Notwehr“ mag erklären, warum man die AfD wählt – es erklärt aber nicht, warum das eine sinnvolle Strategie sein soll. Zumal Sie selbst schreiben, dass Sie der AfD in vielen Themen nicht zutrauen, professionell genug zu sein, diese Dinge tatsächlich umzusetzen.

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Sehr geehrter Herr Ronzheimer – wobei sich das fast falsch anfühlt. Nach so vielen fast täglichen Podcast-Folgen sind Sie mir inzwischen so vertraut, dass ich innerlich längst bei „lieber Paul“ angekommen bin. :wink:

Das hier ist tatsächlich mein erster Beitrag im Forum – aber nach dieser Folge hatte ich einfach das Bedürfnis, Danke zu sagen.

Auch wenn ich bei Manfred Lütz nicht bei allem zustimmend genickt habe, bin ich wirklich sehr dankbar für diese andere Perspektive auf die aktuellen Ereignisse und auf unsere Welt. Gerade weil vieles inzwischen sehr schnell bewertet, eingeordnet und in die passenden Schubladen sortiert wird, fand ich dieses Gespräch unglaublich wohltuend.

Nicht, weil ich am Ende allem zustimme – sondern weil es Gedanken angestoßen hat, auf die ich aus meiner eigenen Perspektive vermutlich nicht gekommen wäre.

Vielen Dank für diese Folge und dafür, solchen Gesprächen Raum zu geben.

Beste Grüße aus Hamburg

J.

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