Rheinmetall verliert 10Mrd€ Börsenwert als sie F126 Programm verlieren... wird der Steuerzahler abzockt?

Nach dem Beschluss, das Fregatten-Beschaffungsprogramm F126 nicht an Rheinmetall zu geben, sank innerhalb weniger Minuten der Rheinmetall-Kurs um 18% oder 10 Mrd.€.

Umgekehrt bedeutet das also, dass die Rheinmetall-Aktionäre 10 Mrd € an Gewinn erwartet hätten aus diesem Programm (was absurd viel ist für 6 Schiffe!).

Wird dem Steuerzahler hier das Geld aus der Tasche gezogen?

Korruption bei Staatsaufträgen sind nun wirklich nichts neues - aber diese Größenordnung ist doch bemerkenswert. Man fragt sich, wie das Bundeswehr-Beschaffungsamt sich in diesem Maße an der Nase herumführen lässt.

Als Steuerzahler denke ich mir… die 10 Mrd. €, die wir offenbar für F126 zu viel zahlen oder gezahlt hätten… was für wichtige Dinge hätte man damit machen können?

Ich bin ehrlich entsetzt und frage mich, was dieses Signal für Konsequenzen haben wird. Wollen wir so eine staatliche Geldverschwendung dauerhaft hinnehmen?

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Ich weiß nicht, warum gegen Gewinne, auch satte Gewinne, bei Rüstungsunternehmen etwas einzuwenden ist.

Diese Firmen unterliegen strengsten gesetzlichen Beschränkungen (man darf nicht einfach Panzer produzieren weil man dafür demnächst einen Bedarf sieht), sie müssen sich teilweise abstrusen politischen Vorgaben beugen (Exportverbot an gerade politisch unliebsame Abnehmer) und sollen doch allerneuestes Hightech liefern und am liebsten gerade dann, wenn es dem Volk wichtig scheint und dann natürlich in gewünschter riesiger Stückzahl.

Abgesehen davon bespuckt man diese Firmen in ruhigen Zeiten bzw. ignoriert sie mindestens.

Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass. Kein Wunder, dass die Firmen und ihre Aktionäre dann im Bedarfsfall gutes Geld sehen wollen, zumal der Anbieternarkt so riesig auch nicht ist, wenn man US-Hersteller ausnimmt.

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Da ist natürlich was dran. Aber es muss schon irgendwo ein Maß haben, wenn man Steuergelder verwendet. Ein so hoher Verlust an der Börse, wenn ein einzelner Auftrag gestoppt wird, erscheint mir ein Warnsignal zu sein, dass hier überhöhte Preise aufgerufen werden. Es ist eben nicht ein „normaler“ Markt, da die „Besteller“ Politiker sind, die fremdes Geld verwalten, d.h. es ist extrem Anfällig für Korruption und/oder Schludrigkeit.

An der Börse ist Übertreibung und Spekulation Trumpf. Der entgangene Fregattenauftrag bedeutet lediglich 1,5% des Gewinns, rechtfertigt also null diesen Kursverfall, was auch nahezu einhellig alle Analysten so sehen.

Hieraus auf Preispolitik bzw. Preissetzungsmacht von Firmen zu schließen ist wirtschaftlich nicht begründbar.

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Börsenkurse gehören zu den ehrlichsten Dingen, die es gibt. Wer glaubt, sie würden „übertreiben“, soll doch einfach mal mit eigenem Geld gegen den Markt wetten und schauen, ob er die Zukunft besser kennt als die, die ihr Vermögen darauf setzen. Die meisten, die das probiert haben, sind kläglich gescheitert.
Kurse sind keine „Übertreibung“ oder „Spekulation“ im abwertenden Sinne, sondern die aggregierte Erwartung derjenigen, die mit echtem Geld für ihre Prognose haften. Kostenlose Analystenmeinungen sind da eine ganz andere Geschichte. Warum sollte man denen mehr trauen?
In diesem Fall ist der Kurs von Rheinmetall um rund 10 Milliarden Euro Marktkapitalisierung eingebrochen. Das ist die klare Botschaft der Börse. Diese ominösen 1,5 % sind nicht nachvollziehbar. Die Leute, die mit ihrem eigenen Geld haften, sehen offenbar deutlich mehr als nur einen marginalen Gewinnrückgang.

Wohl kein Börsianer würde in USA seit Trump noch davon reden, dass Börsenkurse „das Ehrlichste“ sind.

Selbst wenn europäische Börsen vielleicht noch nicht die Zustände der USA aufweisen, zeugt es m.E. von Naivität Börsenkurse idealisiert als Synonym für reale Unternehmenswerte zu sehen.

Ich verstehe nicht, was Trump mit der Ehrlichkeit von Börsenkursen zu tun haben soll.

Ein Börsenkurs zeigt einfach nur, was Menschen bereit sind, mit ihrem Geld für ein Unternehmen zu zahlen. Es gibt keinen objektiven Wert. Genau wie bei einer Kartoffel, einem iPhone oder einer Massage: Der Preis entsteht dadurch, was jemand dafür bezahlen will und was ein anderer bereit ist, dafür herzugeben.

Beim Aktienhandel passiert das Gleiche. Manche verkaufen Rheinmetall, weil sie den Wert niedriger einschätzen, andere kaufen, weil sie ihn höher sehen. Kaum jemand kauft Aktien, weil er Fan ist oder weil ihm das Unternehmen sympathisch ist. Das wäre jedenfalls extrem verlustreich auf Dauer, wenn man sein Geld so anlegt.

Daher ist es schon „ehrlich“ in dem Sinne, dass Menschen ihr Geld auf eine bestimmte Zukunftserwartung wetten - nicht nur Reden, sondern ihr Geld dafür einsetzen.

Also wer von Trumps Manipulationen von Börsenkursen nichts wahrgenommen hat, mit dem stelle ich Diskussionen über das Thema Börsen besser ein.

Trump bewegt, wie vieles andere auch (FED, EZB, Kriege,…) die Börsen. Das ist richtig. Ich sehe das allerdings nicht als ein Problem sondern als ein „ehrlicher“ Indikator, was seine Äußerungen für ökonomische Folgen haben.
Ob er bewusst „manipuliert“ weiß ich nicht, ist aber für das Funktionieren von Kapitalmärkten auch unerheblich. Marktteilnehmer lernen sehr schnell, Informationen zu bewerten, auch wenn falsche oder manipulative Nachrichten auf den Markt kommen. Denn wer das nicht macht, verliert Geld.
Insofern glaube ich nicht, dass „Börsianer“ mit Trump ein tieferes Problem haben oder den Glauben an funktionierende Märkte verlieren. Unsicherheit über die Zukunft, das Bewerten von Neuigkeiten inkl. der Äußerungen von Politikern, gehört zu deren Kernaufgaben.

Wenn das keine Börsenmanipulation ist.

Trump ist schon vor der Präsidentschaft ein sehr reicher Mensch gewesen. Er hat sein Vermögen unabhängigen Anlageberatern gegeben. 21.000 Börsendeals (damit sind vermutlich Kauf- und Verkaufsorder gemeint) für ein Milliardenvermögen sind nun wirklich nichts ungewöhnlich. Selbst ein Kleinanleger wie ich kommt locker auf 1000 Order im Jahr.

Ich finde das daher etwas voreingenommen, ihm vorzuwerfen, reich zu sein, oder dass seine Vermögensverwalter gut sind.

Man müsste schon eine direkte Kommunikation nachweisen, damit es unlauter wird.

Seine Aussage: kauft Leute, die Kurse werden besser - das war öffentlich. Sehr viele Leute, auch ich, habe das gelesen und entsprechend ihre Investitionen angepasst. Dass nun seine eigenen Vermögensberater das auch machen… das ist deren Job!

Niemand, auch nicht Herr Trump, konnte voraussehen, was seine Äußerungen genau bewirken. Manchmal gehen die Kurse auch genau ins Gegenteil. An den Börsen sind Zinsentscheidungen wesentlich wichtiger als Trumps Zölle.

Ich will nicht behaupten, dass alles 100% korrekt bei Trump läuft - aber für einen echten Skandal müsste man schon mehr finden als nur ein aktives Anlagemanagement, wie es jeder macht, der Geld investiert.

Letztlich ist so eine Präsidentschaft für jemanden wie ihn sicher ein Minusgeschäft. Der hätte sicher privat Milliarden verdient mit seinen zahlreichen Immobiliendeals, wenn er Zeit dafür hätte.

Mich stört es jedenfalls nicht, wenn Leute, die gegen ihn wetten, am Ende Geld verlieren…

Aber um mal wieder auf die „ehrlichen Kurse“ zu kommen. Trumps Vermögen ist weniger als 0,002 % des globalen Börsenwerts…

Also selbst wenn er manipuliert… was macht das aus? 99,998% der Börse wäre immer noch intakt.

Also wenn ich mein 0,0002% des Börsenwerts betragendes Vermögen derartig durch Insider-Manipulation pushen könnte wie Trump, dann wäre ich überaus zufrieden.

Und meine Zufriedenheit würde sich noch steigern, wenn ich wüsste, dass auch etliche Mitglieder meiner Familie sich durch meine Insiderinformationen bereichern könnten.

Da ich kein Präsident bin, würde sich mein Schamgefühl auch nicht früher melden als bei Trump.