Podcast mit Frau Dr. Grossmann

Lieber Herr Ronzheimer,
ich höre Ihren Podcast wirklich sehr gerne. In Ihrer aktuellen Folge mit Frau Dr. Grossmann habe ich jedoch ein erhebliches Störgefühl, denn wenn wirtschaftliche Eliten indirekt mit AfD-Wahlverhalten von Beschäftigten Druck auf die Politik ausüben und dies von Ihnen unwidersprochen stehen gelassen wird, ist das kein nüchterner Standortdiskurs mehr, sondern gefährliche Normalisierung politischer Druckrhetorik. Industrieprobleme brauchen Lösungen – aber keine salonfähige Drohkulisse mit demokratiegefährdenden Kräften. Sollte ich die Äußerungen von Frau Dr. Grossmann in diesem Punkt missverstanden haben, bitte ich vielmals um Entschuldigung. Wenn nicht, würde ich mir wünschen, dass Sie solche Debattenbeiträge nicht unkommentiert lassen.

Viele Grüße

Ulrich C.

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Hallo Paul,

die Folge mit Dr. Grossmann passt wie die Faust aufs Auge. 70 km von Georgsmarienhütte steht das AKW Emsland, das für 1,7 Mrd Euro und in 3-4 Jahren wieder aktiviert werden kann (Quelle: Radiant Report, kommende aktualisierte Fassung 2026). Das ist ein Bruchteil der jährlichen Subventionen in „Erneuerbare“ und liefert dann auch nachts Energie.

Ich war gerade am 12.5. bei GMH vorm Werkstor und anschließend vorm AKW Emsland, um kurze Statement-Videos bezüglich GMH und Stromversorgung zu drehen.

Die Videos erscheinen demnächst auf den Nuklearia Socials .

Viele Grüße

Uwe Reimann (Physiker, freigestellter Betriebsrat, IG Metall Mitglied)

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Hallo Paul,

danke, dass du Stimmen aus der Praxis eine Bühne gibst, um zu sehen, womit die sich real herumschlagen. Mir hat in diesem Interview jedoch das kritische Nachfragen gefehlt – gerade weil die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts so existenziell und umstritten ist.

Frau Großmann stellt die Schwerindustrie als das unverzichtbare Rückgrat dar. Doch in Politik und Wirtschaftswissenschaft tobt eine tiefe Debatte: Wie viel Strukturwandel braucht unser Land? Ist es sinnvoll, energieintensive Sektoren mit Milliarden zu subventionieren? Auch ihre einseitigen Ausführungen zur Atomkraft und zur klassischen „Grundlast“ blieben unkommentiert , obwohl hierzu eine Kontoverse in den Debatten stattfinden.

Wenn wir solche zentralen Weichenstellungen nicht offen beleuchten, driften die Standpunkte nur weiter in extreme Lager ab, anstatt produktiv zusammenzukommen.

Vielleich kannst du ja in einer der nächsten Folgen andere Stimmen zu Wort kommen lassen. Gesprächspartner, die die realen Probleme an den Standorten absolut ernst nehmen, aber gleichzeitig die notwendige Transformation des Standorts im Blick haben – mit Fokus auf Energiewende und Klimaschutz, statt auf dem Verharren in alten Strukturen zu bestehen, die gerade abgelöst werden.

Beste Grüße

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Danke für die vielen lehrreichen Podcasts.

Zum Podcast mit Frau Dr.Grossmann möchte ich folgendes Feedback geben:

  • Fr. Dr sprach für meinen Geschmack zu viel darüber, was Dritte zu tun hätten und nicht darüber, was ihr Innovationskraft ist. Bsp.: sie beklagte sich darüber, wie schwer es für sie ist, im Ausland mit ihrer Produktion im den inländischen Anbietern mitzuhalten.
  • Ich hätte mir gewünscht, dass sie bei ihren Aussagen zur Energie mit Fakten konfrontiert worden wäre. Zu fördern mehr Gas verbrauchen zu wollen ohne die Auswirkungen von CO2 zu beachten, geht an der Realität vorbei.
  • Frau Dr. hat einen hohen Bildungsabschluss und kann damit überblicken, welche Auswirkungen eine Verschiebung hin zur AFD und deren Parteiprogramm/vorgetragenen Ziele hat. Wenn sie dies so offen toleriert, hatte mich eine Nachfrage dazu sehr interessiert.

Ich weiß aber auch, dass man manchmal ein Gespräch einfach laufen lassen muss um ein Bild zu bekommen. Vielleicht bietet sich ja die Gelegenheit diesen Podcast mit ein paar weiteren Folgen aus verschieden Blickwinkeln zu beleuchten.

Beste Grüsse und weiterhin viel Energie fürs Schaffen

F.G.

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Ihre Ausführungen waren inhaltlich wenig überzeugend. Es gibt sicher viele Probleme in Deutschland, aber einen Stahlhersteller rund um die Uhr mit billiger Energie zu versorgen, damit der sich den Organisationsaufwand sparen kann, seine Produktion auf Zeiten zu legen, wo Strom negative Preise hat, gehört sicher nicht dazu.

Kurz:

  • wenn es anderswo auf der Welt viel günstige Energie gibt (z.B. an großen Staudämmen), ist es global gesehen besser, wenn dort energieintensive Industrie ist und deren Produkte dann bei uns günstig verkauft werden. Wir könnten statt Gas oder Kohle ja auch fertigen Stahl importieren und sparen uns so enorme Transportkosten.
  • Negative Strompreise bei Sonnenschein und Wind kommen oft vor und werden zunehmend mehr auftreten. Regelbare Großverbraucher wie Induktionsöfen sind daher PROFITEURE der Energiewende, da sie ja sogar Geld bekommen für ihren Stromverbrauch!
  • Das bei weitem größte DAX Unternehmen, mehr wert als VW, BMW und Daimler zusammen, ist SAP. Vielleicht sollten wir mehr SAP in Deutschland haben und weniger Industrie, nicht umgekehrt? Die Grundthese, dass Wohlstand Industrie braucht, ist falsch.
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An dieser Stelle vielen Dank für Euer ausführliches Feedback! Ich habe alle Posts an Paul weitergeleitet - bisher haben wir es vor lauter Podcast noch nicht geschafft, dass er sich hier im Forum anmeldet. Ihr könnt Euch bestimmt vorstellen, wie so ein typischer Ronzheimer-Tag aussieht. Aber das holen wir diese Woche noch nach, dann kann Paul selbst hier im Forum Euer Feedback lesen und an den Diskussionen teilnehmen. Von daher: Bitte weiter so! Und teilt das Forum gerne mit Freunden und Kollegen - the more the merrier!

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