Podcast mit Volkmann zu China

Endlich, endlich spricht jemand diese dringend erforderliche Warnung aus und macht Alarm, auch auf großer Plattform wie Ronzheimer.
Aber glaubt irgendjemand, dass der Feigling Merz und der in Wirtschaftsfragen ahnungslose Weichkäse Klingbeil Kaft und Mut aufbringen China und den deutschen Großkonzernen STOP zu sagen und entsprechend zu handeln ?

Ich bin doch etwas verwundert warum im Podcast und hier so getan wird, als ob das vorher niemand angesprochen hätte. Wir hatten erst einen Wirtschaftsminister der ständig für wirtschaftliche und energiepolitische Unabhängigkeit gekämpft hat.

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Hallo,

Guter Podcast und ein Punkt, der im Podcast leider nicht als ein wichtiger Aspekt behandelt wurde:

Warum verhalten sich die rund 450 Millionen europäischen Konsumenten gegenüber chinesischen Produkten so unkritisch?

Wir sind doch ausgesprochen stolz auf unseren Sozialstaat und auf die vielen Errungenschaften: 30+ Urlaubstage, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Dienstwagen, Firmenrabatte, hohe soziale Absicherung, Krankenversicherung, Rentenansprüche und vieles mehr.

Nur: All das fällt nicht vom Himmel. Es muss erwirtschaftet werden.

Und genau hier wird es paradox: Wir beklagen den Niedergang der deutschen Industrie und den Verlust gut bezahlter Arbeitsplätze, kaufen aber gleichzeitig immer häufiger Produkte, die unter völlig anderen Wettbewerbsbedingungen in China produziert werden – genau das, was Herr Volkmann anprangert.

Wir wollen unsere Sozialleistungen auf hohem Niveau erhalten und gleichzeitig möglichst billig dort kaufen, wo diese Kostenstrukturen eben nicht anfallen. Damit fördern wir letztlich genau die Produktionsbedingungen, über deren Folgen wir uns anschließend beklagen – bis hin zu schlechten Arbeitsbedingungen und Ausbeutung.

Irgendwann sollte sich deshalb jeder die unbequeme Frage stellen:

Wie lange können wir unseren hohen Lebensstandard verteidigen, wenn wir mit unserem eigenen Konsumverhalten die wirtschaftliche Basis dieses Lebensstandards zunehmend ins Ausland verlagern?

Oder anders gesagt: Wie war das noch mit dem Sägen an dem Ast, auf dem man sitzt?

Wir sollten deshalb aufhören, so zu tun, als hätten wir als Verbraucher mit dieser Entwicklung überhaupt nichts zu tun. Wir müssen viel stärker darüber diskutieren, was wir selbst mit unseren täglichen Kaufentscheidungen beeinflussen – und was nicht.

Der Ruf nach „Was muss die Politik tun?“ ist wichtig. Aber er greift mir viel zu kurz.

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Wirtschaftsminister :grinning_face::grinning_face::grinning_face::grinning_face::grinning_face::grinning_face::roll_eyes::see_no_evil_monkey:

Habeck, mit null Ahnung von Wirtschaft.

Toller Podcast! Der Vorschlag mit EU-Zöllen hat allerdings eine ganz entscheidende Schwäche: Viele der exportierenden Unternehmen liefern zum Großteil in die ganze Welt und gar nicht sosehr nach Europa. Zölle der EU gegen China würden zwar China wehtun, kommen aber auf den entscheidenden Märkten z.B. Mittlerer Osten, Asien-Pacifik etc. gar nicht zum Tragen.

Ich frage mich auch, warum Xi Jinping immer noch an der 6-Tagewoche und starker Lohnzurückhaltung festhält, trotz hoher Jugendarbeitslosigkeit. Es wäre sehr gut wenn die Löhne der chinesischen Arbeiter erhöht würden und über Arbeitszeitverkürzung nachgedacht würde, anstatt in anderen Ländern massiv Sozialsysteme zu untergraben.

Gleichzeitig muss sich auch Deutschland fragen, ob es wirklich an seinem Exportmodell mit exorbitanten Exportüberschüssen in der Vergangenheit so noch festhalten kann, welches in der Vergangenheit ja auch vielen anderen Ländern ein Dorn im Auge war ähnlich wie bei uns jetzt China (insbesondere durch den Euro, wo starke Exportüberschüsse ja auch nicht zu steigenden Wechselkursen führten.)

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Ich versteh die ganze Habeck Kritik ehrlich gesagt nur zum Teil. Wenn man sich anschaut was 2022 los war, dann ist das Ergebniss schon bemerkenswert. Deutschland hing zu über 50% am russischen Gas und trotzdem gab es keine Mangellage, keine Rationierung, keinen Blackout. Das haben damals echt viele für unmöglich gehalten.

Dazu kommt das LNG Terminal in Wilhelmshaven in rund 200 Tagen. Man kann von LNG halten was man will, aber das der deutsche Staat sowas überhaupt noch hinbekommt war für mich die eigentliche Überraschung.

Beim Ausbau genauso: Die Genehmigungen für Wind an Land haben sich in seiner Amtszeit vervielfacht, das war jahrelang DER Flaschenhals. Und bei PV gabs Rekordzubau von zeitweise über 15 GW im Jahr, deutlich über den eigenen Zielen. Uniper hat er unter massivem Zeitdruck aufgefangen, das sieht heute eigentlich niemand mehr kritisch.

Und das alles mit einem Finanzminister, der bei jedem Euro auf der Bremse stand. Man muss sich das mal vorstellen, du sollst eine Transformation stemmen und dein Koalitionspartner bekämpft dich öffentlich bei praktisch jedem Vorhaben. Beim Heizungsgesetz hat die FDP erst zugestimmt und dann selbst den Stopp gefordert.

Was dabei völlig untergeht: Bild und Springer haben monatelang eine Kampagne gefahren, Stichwort “Heiz-Hammer”. Da wurde ein unfertiger Entwurf geleakt und daraus ein Dauerthema gemacht. Das beschlossene Gesetz sah am Ende ganz anders aus, gekoppelt an die kommunale Wärmeplanung und mit bis zu 70% Förderung. Nur das ist halt bei kaum jemandem angekommen.

Und der beste Beleg ist doch das was jetzt passiert. Reiche liegt in Umfragen bei 18% Zufriedenheit, Habecks schlechtester Wert lag bei 33%. Aus der Industrie hört man laut FR inzwischen immer öfter, dass man ihn zurück will, weil er dialogbereit war und sich schnell eingearbeitet hat. Die Chefs von RWE, EnBW und Vattenfall haben zuletzt im manager magazin vor dem Stop and Go in der Energiepolitik gewarnt. Da wird plötzlich vermisst was man vorher jahrelang schlechtgeredet hat.

Was man ihm vorwerfen kann: Er hat oft zu lang und zu differenziert erklärt, wo ein klarer Satz besser gewesen wäre. Gegen so eine Kampagne ist man damit chancenlos.

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Durch Erneuerbare hat die Welt allein 2025 480 Milliarden US-Dollar gespart. Das war vor dem Irankrieg und der Blockade der Straße von Hormus. Wir sollten Habeck wirklich dankbar sein, dass er es in seiner Amtszeit geschafft hat ordentlich Schwung in den Ausbau der Erneuerbaren zu bringen.

Handel ist zum Vorteil beider Parteien.

Wenn wir günstige Industrieprodukte aus China bekommen, wird ja im Tausch dagegen etwas nach China geliefert. Geld zum Beispiel oder andere Waren.

Letztlich kommt ein Handel immer nur genau dann zustande, wenn beide Parteien einen Vorteil haben dadurch.

Für uns ist es doch wunderbar, wenn wir gar nicht mehr arbeiten müssen für Produkte und diese aus China günstig bekommen, während die dort 6 Tage die Woche schuften müssen. Solange China das macht, ist das für uns sehr vorteilhaft.

Wir geben denen letztlich wertloses Papiergeld dafür, das wir beliebig vermehren können.

… Handel ist zum Vorteil beider Parteien…

Ich kann beim besten Willen keinen Vorteil fuer Deutschland/EU erkennen, wenn China seine Seite derart massiv manipuliert.

… Für uns ist es doch wunderbar, wenn wir gar nicht mehr arbeiten müssen…

Diesen Ansatz halte ich für ein Märchen.

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Was genau erzählen Sie den hierzulande Werktätigen was sie dann tun und woher sie ihr Gehalt beziehen?

Und glauben Sie im Ernst, dass uns China mit aktuellen Waffensystemen für die Bundeswehr beliefern wird ?

Was Sie vorschlagen bedeutet chinesische Kolonie zu werden.

Nur komisch, dass diese Ersparnis so gar nicht bei deutschen Stromkunden ankommen will. :grinning_face::grinning_face::grinning_face::see_no_evil_monkey:

Besser so. War wahrscheinlich eine Eloge zu Habeck. :grinning_face:

Wir hatten 2022 nach Russlands Angriff auf die Ukraine eine Energiekrise in Deutschland. Mit dieser Energiekrise sind Kosten für Öl, Gas und Strom in die Höhe geschossen.

Woran genau könnte das gelegen haben? An Robert Habeck? Oder daran, dass wir von Öl und Gaslieferungen aus autokratischen Staaten abhängig waren, die zu einem großen Teil weggebrochen ist?

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Sie scheinen von Volkswirtschaft wenig Ahnung zu haben, wenn Sie bestreiten, dass Handel immer zum Vorteil beider Parteien ist.

Es gab neulich mal eine Chip-Krise bei VW, als ein chinesischer Hersteller keine Chips mehr lieferte. Chips, die wohlgemerkt, in Hamburg hergestellt werden - dann aber in China „verpackt“ werden. So funktioniert globale Arbeitsteilung. Wir profitieren genauso davon wie China.

Natürlich wird es in Deutschland immer einzelne Verlierer geben, aber eben auch sehr viele Gewinner. Ich zahle für meinen VW Golf jedenfalls gerne nur 25.000€ nicht 50.000€, was es kosten würde, wenn der rein lokal mit nur deutschen Teilen und nur für den deutschen Markt hergestellt würde.

Volkswirtschaftlich betrachtet ist ein hoher Handelsüberschuss von Industriegütern, den China hat, dadurch ‚erkauft‘, dass Sie andere Dinge (Dienstleistungen, Geld) von uns nehmen als Tausch. Dadurch ist unsere Währung mehr wert als sie sein sollte, wir sind also alle ein wenig reicher als sonst. Das Geld ist letztlich für die Chinesen ein hohes Risiko - denn wir haben die Güter bereits, ‚die‘ haben nur Geld. Geld, dass die EZB jederzeit entwerten kann (wie sie es ja in der Corona Krise bereits tat, was uns die hohe Inflation bescherte).

Für mich ist die Angst vor China ein Beispiel für die typische „Deutsche Zukunftsangst“.

PS Bin nächste Woche wieder in China und werde gucken, was wir von denen lernen können.

:zany_face:

Dass Handel grundsätzlich beiden Seiten Vorteile bringen kann, bestreite ich nicht. Ihre Aussage „Sie scheinen von Volkswirtschaft wenig Ahnung zu haben“ ersetzt allerdings kein Argument. Dann nennen Sie doch bitte konkret, was an meiner Position volkswirtschaftlich falsch ist.

Ihr Golf-Beispiel zeigt den Vorteil für den Konsumenten: 25.000 statt 50.000 €. Die eigentliche Frage ist aber, was passiert, wenn dadurch über Jahre Wertschöpfung, Zulieferer, Know-how und gut bezahlte Arbeitsplätze aus Europa verschwinden.

Auch „China bekommt dafür nur wertloses Papiergeld“ greift zu kurz. China erhält Forderungen und Vermögenswerte gegenüber dem Ausland. Und wir werden nicht automatisch dauerhaft reicher, nur weil wir heute billig konsumieren können. Wir machen uns damit potenziell auch erpressbarer – siehe russisches Gas oder fehlende Medikamente.

Ich bin keineswegs gegen Handel oder internationale Arbeitsteilung. Ich frage nur, wo die Grenze zwischen sinnvoller Arbeitsteilung und strategischer Abhängigkeit liegt.

Und gerade Ihr Chip-Beispiel zeigt doch: Effizienz ist nicht dasselbe wie Resilienz.

Darüber sollten wir diskutieren – gerne volkswirtschaftlich. Aber bitte mit Argumenten statt mit persönlichen Kompetenzurteilen.

P.S. Gute Reise – oder besser noch: gute Rückkehr. :+1:

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Sie sind einfach China-affin und leugnen deshalb die Manipulation der chinesischen Währung um ca. 30% und die heimliche Subventionierung der chinesischen (Export-)Wirtschaft.

Kein westliches nicht in dieser Weise unterstütztes Unternehmen kann gegen derartige staatliche Manipulation bestehen.

Anderes anzunehmen ist naiv und zeugt von null wirtschaftlichem Sachverstand.

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